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Die Geschichte der Stiftung

Kinder mit geistiger Behinderung benötigen eine ganz besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Diese besondere Zuwendung wurde unseren Kindern in der anthroposophischen Einrichtung „Werkhof Drusel“ in Kassel zuteil. Doch was wird aus diesen Kindern, wenn Sie älter und vielleicht zum Pflegefall werden? Die Sorge der Eltern ist und bleibt, was aus ihrem Kind wird, wenn sie sich einmal nicht mehr aktiv um sein Wohlergehen kümmern können. Wo wird es leben, und wie wird es leben?

Am 25.10.1998 gründeten daher sieben Elternpaare die Kasseler Behinderten-stiftung. Diese Stiftung hat den Zweck, Menschen mit geistiger Behinderung, die in dieser Einrichtung aufgenommen worden sind, auf Dauer, also auch im Alter, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen (§ 3 der Stiftungs-Satzung).

Der Stiftungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Maßnahmen zur Bildung, Teilnahme am kulturellen Leben, Betreuung, Versorgung, Unterbringung, Bewältigung der Alltagsanforderungen, Erholung und der sinnvollen Beschäftigung und Pflege.

Für die Verwirklichung dieses Zweckes strebte die Stiftung den Bau eines Stiftungsheimes an, welches als Bestandteil des Werkhofs Am Park Schönfeld (ehemals „Werkhof Drusel“) zwischen 2005 und 2008 errichtet wurde. Die Stiftung erwarb ein Gebäude der ehemaligen Kaserne Jäger III mit einer Geländefläche von insgesamt 3840 m², und stellte dieses Gebäude auf der Grundlage eines Erbbaurechtsvertrags dem Betreiber des Werkhofs zur Verfügung.

Sämtliche Gebäude des Werkhofs sind komplett barrierefrei ausgebaut, und in jedem Wohngebäude befinden sich vollständig ausgestattete Pflegebäder. Damit sind die Grundvoraussetzungen für ein menschenfreundliches Leben auf Dauer, also auch im Alter, geschaffen.

Die Kasseler Behindertenstiftung hat festgeschrieben, daß die im Werkhof aufgenommenen Menschen mit geistiger Behinderung auf der Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners betreut werden.

Das anthroposophische Menschenbild ist ihr deshalb wichtig, da es die Behinderung nicht als Mangel, sondern als Ausdruck menschlicher Individualität sieht. Sie beschreibt den Menschen dreigegliedert nach Leib, Seele und Geist, und zeigt auf, daß der geistige Wesenskern des Menschen weder krank noch defekt sein kann.

Eine nach anthroposophischen Gesichtspunkten geführte Einrichtung dient daher nicht nur der Unterbringung von Menschen mit geistiger Behinderung. Sie dient vor allem auch der Betreuung und der Erweckung und Förderung vorhandener Fähigkeiten. Die Betreuten sollen dadurch soweit irgend möglich am allgemeinen Leben teilnehmen können.

Diese Grundkonzeption fordert von der Heimleitung und den Betreuern viel Einfühlungsvermögen und einen hohen Einsatz.

Werkhof am Park Schönfeld
 
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